Samstag, 19. August 2017

Höfner und Hoyer Gitarren




Unter den grossen Namen der 
E- Gitarre sind  neben Gibson, 
Gretsch, Fender und Rickenbacker 
auch zwei deutsche Marken 
zu nennen: Höfner und Hoyer.




Die Firma Höfner wurde 
vom Geigenbauer 
 Karl Höfner (1864-1955) gegründet,
Ab den 30er Jahren kam zu 
den Streichinstrumenten
der Gitarrenbau dazu.
 Der Neuanfang, Ende der 40er Jahre,
 nach der Vertreibung aus 
 dem tschechoslowakischen
 Egerland  ins frankische 
 Möhrendorf (Bayern)
 war offenbar schwierig, aber 
bald wurde die Firma Höfner
für ihre Produkte weitherum  geschätzt.
Die Gitarre wurde zumeist als Zupf- oder 
Schlaginstrument genutzt.
Dann kam der Rock'n'Roll und 
die Nachfrage  nach elektrischen
 Gitarren explodierte.




 Bands schossen wie 
Pilze aus dem Boden. 
Die Gitarren der grossen 
amerikanischen Marken
 waren nur schwer und
 zu astronomischen
 Preisen  zu bekommen  Höfner
 sprang mit vergleichsweise 
günstigen Gitarren
in die Bresche ...





... und fasste schnell 
 auch in England Fuss, wo tausende 
von jungen Männern sich ihre Sporen mit
einer Höfner Gitarre abverdienten.




So etwa auch George Harrison.




Einige Modelle, die für den englischen Markt
 produziert wurden, wurden unter  Namen wie 
 Congress, Committee, President, Senator.








1961 kaufte Paul Mc Cartney in einem Hamburger
 Musikgeschäft einen Höfner Bass  500/1...





... und machte ihn in den folgenden 50 Jahren 
 als der “Beatles Bass” zum Kultinstrument. 

Als 1961 in England die
 Importbeschränkungen 
gegenüber Gütern aus den
USA gelockert wurden, 
begann Höfner Marktanteile
an die US Konkurrenz
zu verlieren.




Ab 1965 bis 1970
wurden die Verkäufe
 immer weniger, und
 Höfner's Hauptvertrieb, 
die Firma Selmer, musste schliessen.

Nach etlichen Höhen und Tiefen und
Verkäufen, ist Höfner heute wieder
ein Familienunternehmen.




Auch die 1874 gegründete
Firma Franz Hoyer
stammte aus dem Egerland
und siedelte nach dem
Zweiten Weltkrieg
 nach Erlangen um.




Auch die Hoyer Gitarren
erlangten einige Berühmtheit.

Elvis  trat mit einer
12 saitigen Hoyer
im Film "Spinout" 1966 auf.








Eric Clapton machte seine
ersten musikalischen Gehversuche
auf einer Hoyer Junior.

1987 schloss die Firma
Hoyer vorübergehend
ihre Tore, existiert aber unter
neuen Besitzern bis heute.

Freitag, 18. August 2017

Ausserirdische Besucher - Alien visitors




Einige Illustrationen mehr,
die aufzeigen sollen,
wie nahe Berichte
von sogenannten ausserirdischen
mit Erlebnissen im Grenzbereich
zwischen "schlafen" und "wachen"
zusammenhängen...





... und wie ähnlich Berichte über
Besucher aus dem All, älteren
Erzählungen über den Alb oder  Elfen
und anderen Märchenwesen
in der Menschenwelt sind.









Wie Berichte über ausserirdische
Hybridbabys den Mären 
über Elfen und ihre
Wechselbälger  ("Changeling")
ähneln.




Don de Gracia schildert ein
solches Erlebnis während einer
 ausserkörperlichen Erfahrung so :

"...plötzlich beschlich mich
 eine dumpfe Angst. Ich fühlte
 mich beobachtet! Und dann
 sah ich ihn drüben im
 Schlafzimmer, in dem alle 
Fenster wie Türen weit offen 
standen. Und in einem der
 Fensterrahmen war eine 
Gestalt und blickte zu mir
 hin - ein Mann. Er war gross, 
schlank und pechschwarz. 
Mehr wie eine Silhouette wirkte 
die Figur. Wenn da nicht die 
blitzenden, bösartigen und
 tiefroten Augen gewesen wären,
 ich hätte gedacht,
 es wäre nur ein Schatten.






Es waren bloss Augenschlitze, 
Öffnungen ohne irgend etwas,
 etwa in der Art von Lidern oder
 Pupillen. Und sie blickten in
 meine Richtung. Ich dachte, das
 Wesen könne mich nicht
 sehen. Aber in dem Moment 
starrte es mich direkt an.
 Ich bekam es immer mehr mit 
der Angst zu tun, denn nun 
schien sich die Gestalt zu bewegen 
und sich mir langsam 
zu nähern. Fluchtartig versuchte
 ich zurück ins Bett zu 
gelangen und in den Körper
 hineinzuspringen, um wieder 
zu erwachen. Schon schwebte
 ich über dem Körper. In der Zwischenzeit
 aber war das Ding bereits näher
 gekommen! ..."



Illustration Skip Sterling


Donnerstag, 17. August 2017

Dialekt - Mundart 2




Wie dieser Hinweis auf ein
alemannische Hügelgrab
im Brombacherwald bei Lörrach
zeigt, wird im Elsass, Südbaden und Basel
 seit dem frühen Mittelalter 
zu Hause Alemannisch gesprochen.




 Im Elsass droht nun das 
Französisch das Elsasserditsch
 langsam zu verdrängen.





In der Schweiz sind  es das”von Oben”
 diktierte Pflichthochdeutsch in 
den Schulen, aber
auch überhandnehmende Anglizismen
 und die Einflüsse der ausländischen
Zuwanderer, die die Umgangssprache
verändern.

Das zeigt sich etwa schon
 bei der Begrüssung.
"Sali zäme", “Griezi ”und
“Adie” konkurrieren 
mit “hoi”( was wohl ...




... Oltener Bahnhofsbuffet Dialekt ist.
Mit “Tschau” und Tschau tschau” vom
 italienischen “Ciao”,...




... mit “Hallo” 
und neuerdings mit dem 
norddeutschen Import “Tschüss”.
Ob man das positiv werten will oder eher 
nicht, hängt wohl vom Betrachter ab.

 In Basel  fanden früher  
vielfach von den  “Daigaffe”, 
dem hugenottischstämmigen
 Geldadel, gebrauchte
 französische Ausdrücke  Eingang
 in die Alltagsprache wie 
“Baarebly” für Regenschirm 
 (vom französischen Parapluie) 
“Drottoir” oder “Lavabo”.
Gellerettli -  Uhr ( Quelle heure est-il?) 
Bööteeterli - Feuerzeug 
( peutêtre: funktioniert vielleicht!); 
 Borbmenee - Portemonnaie, Geldbörse 
Bòtschamber -Nachthafen ( pot de 
chambre) 
Dambuur - Trommler (Tambour)


  Heute scheint es auch  umgekehrt 
möglich zu sein, dass Aussdrücke der 
“Unterschicht” den Dialekt verändern.
 Schon um die Mitte des letzten 
Jahrhunderts waren es Ausdrücke aus der
 “Höschsprache” der Zugewanderten, ...


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...  der “Unterschicht”  die allmählich
 in den Allgemeingebrauch 
Einlass fanden.

Dann kam der Siegeszug 
des Englischen, der von den fünfziger 
Jahren bis in die Neunziger andauerte
und alle Schichten durchzog.
Vom “Teenie” bis zum “CEO” fanden 
das alle “kuul” (cool)   “Fuck” und 
“abgfaggt”,”Bitch” und “bitschy”
wurden Teil der Sprache .
"fuude” für essen,
 “After- Work-Party” für das, was wohl 
früher das Fyroobebierli” war 
 oder  “Business- Lunch”, -
ein verspätetes “Znüni”???






Dieser Trend wurde dann abgelöst vom 
“Jugodeutsch” oder “Balkanslang”.
“Gömmer Migros?”
“Ey Monn” und “Jou Alte”
“”Ey Monn, was luegsch?”




“chschwörsmonn”, was so viel heisst
 wie «Ich schwöre es, Mann!»
“Figg dini Mueter”. 
“Häsch guät?”
” Voll krass“
Unter Jugendlichen finden
 die Ausdrücke jedenfalls
gefallen, und ...




Mergim Muzzsafer alias Mike Müller,
ist bereits zur beliebten
Kabarettfigur geworden.

Die neuhochdeutschen Ausdrücke 
stammen dann eher wieder 
von einer privilegierteren 
Bevölkerungsgruppe, die im Zuge der
umstrittenen Personenfreizügigkeit 
 der EU einwanderte und ihre
Kinder...



... in die "Kita" schickt. 
Die "Kita" gabs früher gar nicht,
 die hiess, sofern überhaupt vorhanden
 "Hort", “Krippe” oder “Tagi”.
Aus dem “Velo“wird ein  „(Fahr)rad“, 
das Spital ein „Krankenhaus“ 
“D’Lehrschweschter” zur 
“Pflegefachperson in Ausbildung”.
der  “Helikopter” zum “ Hubschrauber”.

Fernsehen und Radio tun das ihre, 
damit neudeutsche Konstrukte  wie 
“Gwinnerwartig” (Gewinnerwartung),
 “Konjunggdurbeläbig” (“Konjunkturbelebung)
“Arbeedsblatzsicherig”, (Arbeitsplatzsicherung), 
 “Sinn mache”
Und aus der eben noch modernen “challenge” 
wird eine"Heruusforderig" (Herausforderung)
Was früher "dr Hammer" war, ist heute
“Megageil","Affengeil", "Vollgeil".

Die Welt ist eine andere geworden 
und das spiegelt sich auch in
der Alltagssprache.

Der bäuerliche und handwerkliche 
Alltag  ist weitgehend verschwunden
und so geraten auch die damit 
verbundenen Wörter in Vergessenheit.
 Heute wird eher “guglet” (in Google nachschauen),
 als dass man etwa  "Mit Ramseyers go grase", ...




"Ramseyers wei go grase
Ramseyers wei go grase
Ramseyers wei go grase
Wohl uf e Gümligebärg.

Fidiri, fidira, fidiralalalala
Fidiri, fidira, fidiralalalala
Ramseyers wei go grase
Wohl uf e Gümligebärg."

... oder  “Kirsi bräche/günne” 




 "Chumm mir wei go Chrieseli günne
    Weiss ame n Ort gar grüseli vil
    Roti schwarzi gibeli gäli
    Zwei bis drei an einem Stiil
    Valeri valera Valeri valera"

... geht, oder etwa
“Chettenestuude”  (Löwenzahn) aussticht.

Das vorerst letzte Kapitel der 
“Mundartveränderung” kommt 
vom Mobiltelefon und und vom SMS.
 "Teenager" schreiben ganz 
unbekümmert in der  Sprache, 
die sie auch mündlich verwenden,
“I bi xi” ( ich war dort), 
“kashmer dnummere ge” 
Kannst du mir die Nummer geben?”
 oder ”ej shadzij” ( ei, Schatzi)
Für gesetztere Jahrgänge
ist  da schon fast ein 
Stein von Rosetta nötig.


Mittwoch, 16. August 2017

Karl May Sammelbilder - To-Kei-Chun




Wieder eine Episode aus dem vierbändigen Werk
 „Im Reich des silbernen Löwen“. 
 In der Fehsenfeldausgabe des Silberlöwen 
Band 1 haben die ersten zwei Kapitel den 
Titel Dschafar und Am Nakik-Natun. 
Beide spielen im Wilden Westen, trotz des 
Dschafars.




Diese beiden Kapitel der Fehsenfeld-Ausgabe 
wurden in Bamberg zu TO-KEI-CHUN mit den
 Unterkapiteln: 1. Die beiden Snuffles, 
2. Ein persischer Mirsa, 
3. Der alte Häuptling,
 4. Der Austausch, 
5. Neue Hindernisse,
 6. Am gelben Berg, umgearbeitet.





Beinhaltet die Fehsenfeldausgabe noch 
266 Seiten, strich und bearbeitete Bamberg 
die beiden Kapitel auf 169 Seiten zusammen. 





Noch eine pure Abenteuergeschichte, 
wenn auch Old Shatterhand 
durch Winnetous Tod in eine 
Art Midlife Crisis geraten ist.
Aber  "Im Reich des
silbernen Löwen" erstreckt sich
über vier Bände, wobei die letzten
zu May's Alterswerk gehören.





Gemäss Arno Schmidt ist das 
Alterswerk May‘s, der
Hochliteratur. zuzuweisen.

May taucht dort auch immer
tiefer in seine ureigene Mystik ein.
Eine Tendenz, die sich 
bereits im Band „Am Jenseits“
abzuzeichnen begann und auch in 
Ardistan und Dschinnistan Band 1 und 2
ihre Fortsetzung findet.
Diese Tendenz führte wohl auch dazu,
dass May Deckelbilder 
von Sascha Schneider, der zu den deutschen
 Symbolisten  gehört, wünschte.